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Sicherheitsprobleme bei OpenID

OpenID wird immer wieder wegen Sicherheitsbedenken kritisiert. In erster Linie sind dies:

  • Phishing.
    Nicht nur OpenID hat dieses Problem, Phishing ist ein weit verbreitetes Phänomen bei Banken, Kreditkartenunternehmen, Paypal, Ebay und vielen anderen Diensten und bezeichnet den Versuch dem User durch das Vorgaukeln einer “offiziellen” Seite finanzielle oder sonstige wichtige Daten zu entlocken.
    Natürlich wäre das Faken einer IdP-Seite ein besonders geartetes Problem, da hier ein Multiplikatoreffekt entsteht und der Identitätsdieb Zugang zu allen vom User zuvor dauerhaft bestätigten Diensten hätte.
    Die Phishing-Gefahr kann durch verschiedene Mechanismen komplett ausgeschaltet werden. Z.B. kann man sich ein kostenloses Zertifikat für seinen Browser besorgen und sich nach dessen Installation bei einem IdP wie certifi.ca anmelden. Danach ist es praktisch unmöglich dem User ohne Warnmeldungen vorzumachen, er wäre mit seinem IdP verbunden.
    Das gleiche gilt für die Kombination mit anderen sicheren Mechanismen sich bei seinem IdP zu authentifizieren, als da wären

    • Cardspace
    • biometrische Verfahren (Fingerabdruck, Iris-Scan, Stimmerkennung etc.)
    • Smartcards
  • “Bösartige” Provider
    Der OpenID Provider hat natürlicherweise Zugriff auf die persönlichen Daten des Users. Doch nicht nur auf die Informationen, die manuell erfasst wurden, sondern auch auf Aufzeichnungen welche Seiten wann besucht wurden. Hierdurch kann ein Profil des Benutzerverhaltens erstellt werden, welches ein durchaus klares Bild der Person ergeben kann. Der gläserne User würde somit Wirklichkeit.
    Gegenmaßnahmen bestehen darin nur Provider aus Ländern mit einer sicheren Datenschutzregelung zu wählen oder notfalls einen eigenen IdP-Service zu betreiben. Auch das Streuen verschiedener OpenIDs, welche bei verschiedenen Providern angelegt wurden, verhindert die Aggregation zu einem Userprofil zuverlässig.
  • OpenID Spamming
    Wenn es mehr OpenID-fähige Blogs gibt, steht auch folgendes Szenario zu befürchten: Spammer werden versuchen sich massenhaft OpenIds anzulegen oder sogar eigene Server unter verschiedensten Domains anlegen, um selbst eine beliebige Anzahl OpenIDs generieren zu können. Dadurch würde es ihnen möglich werden intensives Blog-Spamming mit unsinnigen Kommentaren zu betreiben mit dem Ziel eigene Links zu platzieren und dadurch Google Ranking und Besucher für ihre meist dubiosen Angebote zu erhalten.
    Bisher ist eine solche Spamwelle noch nicht zu beobachten. Sollte es erst soweit sein, werden jedoch auch hier sicherlich Schutzmechanismen ähnlich zu dem bekannten Askimet entwickelt werden, die solche Spamposts sicher unterdrücken.

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Sicherheitsprobleme bei OpenID

OpenID wird immer wieder wegen Sicherheitsbedenken kritisiert. In erster Linie sind dies:

  • Phishing.
    Nicht nur OpenID hat dieses Problem, Phishing ist ein weit verbreitetes Phänomen bei Banken, Kreditkartenunternehmen, Paypal, Ebay und vielen anderen Diensten und bezeichnet den Versuch dem User durch das Vorgaukeln einer “offiziellen” Seite finanzielle oder sonstige wichtige Daten zu entlocken.
    Natürlich wäre das Faken einer IdP-Seite ein besonders geartetes Problem, da hier ein Multiplikatoreffekt entsteht und der Identitätsdieb Zugang zu allen vom User zuvor dauerhaft bestätigten Diensten hätte.
    Die Phishing-Gefahr kann durch verschiedene Mechanismen komplett ausgeschaltet werden. Z.B. kann man sich ein kostenloses Zertifikat für seinen Browser besorgen und sich nach dessen Installation bei einem IdP wie certifi.ca anmelden. Danach ist es praktisch unmöglich dem User ohne Warnmeldungen vorzumachen, er wäre mit seinem IdP verbunden.
    Das gleiche gilt für die Kombination mit anderen sicheren Mechanismen sich bei seinem IdP zu authentifizieren, als da wären

    • Cardspace
    • biometrische Verfahren (Fingerabdruck, Iris-Scan, Stimmerkennung etc.)
    • Smartcards
  • “Bösartige” Provider
    Der OpenID Provider hat natürlicherweise Zugriff auf die persönlichen Daten des Users. Doch nicht nur auf die Informationen, die manuell erfasst wurden, sondern auch auf Aufzeichnungen welche Seiten wann besucht wurden. Hierdurch kann ein Profil des Benutzerverhaltens erstellt werden, welches ein durchaus klares Bild der Person ergeben kann. Der gläserne User würde somit Wirklichkeit.
    Gegenmaßnahmen bestehen darin nur Provider aus Ländern mit einer sicheren Datenschutzregelung zu wählen oder notfalls einen eigenen IdP-Service zu betreiben. Auch das Streuen verschiedener OpenIDs, welche bei verschiedenen Providern angelegt wurden, verhindert die Aggregation zu einem Userprofil zuverlässig.
  • OpenID Spamming
    Wenn es mehr OpenID-fähige Blogs gibt, steht auch folgendes Szenario zu befürchten: Spammer werden versuchen sich massenhaft OpenIds anzulegen oder sogar eigene Server unter verschiedensten Domains anlegen, um selbst eine beliebige Anzahl OpenIDs generieren zu können. Dadurch würde es ihnen möglich werden intensives Blog-Spamming mit unsinnigen Kommentaren zu betreiben mit dem Ziel eigene Links zu platzieren und dadurch Google Ranking und Besucher für ihre meist dubiosen Angebote zu erhalten.
    Bisher ist eine solche Spamwelle noch nicht zu beobachten. Sollte es erst soweit sein, werden jedoch auch hier sicherlich Schutzmechanismen ähnlich zu dem bekannten Askimet entwickelt werden, die solche Spamposts sicher unterdrücken.

2 Responses to “Sicherheitsprobleme bei OpenID”

  1. ridcully Says:

    Phishing ist sicherlich ein Problem. Aber wie richtig erwähnt, beschränkt sich das nicht auf OpenID. Nutzt man außerdem seine eigene Domain als OpenID, kann man einen gefishten Account sehr schnell unbrauchbar machen, indem man sich einen neuen Account anlegt, oder den Provider ganz wechselt. Umsichtiges surfen verhindert allerdings zu 99% auf phishing reinzufallen - zumindest nach meiner Erfahrung.

    An bösartig Dienste kann man auch ohne OpenID gelangen. Würde man z. B, auf einen bösartigen Mailprovider treffen, kann sich dieser meistens durch die PW-Vergessen-Funktion neu PWs erstellen lassen. Hier gilt also das gleiche Problem. Aufwand und Nutzen nehmen sich nicht wirklich viel.

    Beim Spammen sollten die normalen Spammaßnahmen fassen. Die OpenID umgeht ja nur den Registrierungsprozess und automatisiert diesen. Ein einfaches Captcha beim tatsächlichen Abschicken des Kommentars würde also als Gegenmaßnahme reichen. Von daher glaube ich nicht, dass hier vorläufig Spammer zu erwarten sind. Und wenn sie auftauchen, dann sind die passenden Vorkehrungen bekannt.

  2. neunetz.com » OpenID und der gläserne Surfer Says:

    […] Security Considerations OpenID Phishing Brainstorm Sicherheitsprobleme bei OpenID Carsten Pötter, 8. April 2007 | Onlineidentität […]

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