OpenID aus Sicht einer der Innovatoren
Johannes Ernst, einer der Vordenker der OpenID Szene, der im Silicon Valley eine Firma namens Netmesh betreibt, hat in Gordon Cooks Blog ein Interview gegeben, welches ich hier gerne auszugsweise “frei” übersetzen möchte, da er den Kern der OpenID-Idee nochmals sehr prägnant aus seiner Sicht zusammenfasst.
“OpenID ermöglicht eine ganze Reihe an Dingen:
- es macht Personen zum Teil des Internet Namespaces, mit einem Wort: URLs zeigen nun nicht mehr nur auf Websites, sonder auch auf Menschen.
- aus diesem Grund kann man nun erstmals eindeutig auf Personen verweisen, sie verlinken, bookmarken, sie taggen, Emails mit Links zu Personen verschicken usw.
Dies alles ermöglicht völlig neue soziale Applikationen und Interaktionen. - auf Basis von OpenIDs kann man nun Personen auch in unterschiedlichen Umgebungen wiedererkennen, z.B. kann man auf dem Blog von A und auf dem Blog von B Kommentare hinterlassen und dadurch eine Verbindung herstellen ohne daß A und B überhaupt voneinander wissen oder die gleiche Userbasis besitzen.
- außerdem kann man authentifizierte Endpunkte schaffen, sodaß ich erkennen kann, daß es tatsächlich X ist, der mit mir kommuniziert und nicht Y oder Z.
- OpenID etabliert darüber hinaus Dezentralisierung als das fundamentale Muster für Interaktionen … was gravierende Implikationen auf Wettbewerb und soziale Organisation hat.
Das wichtigste an OpenID ist jedoch, daß Sie Dinge ermöglicht wie persönliche Kontrolle, neue Anwendungen und Sicherheit.”
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