Gestern hat Orange, eine Tochter der France Telecom, angekündigt, daß Sie ab sofort OpenID unterstützen werden. Dies bedeutet, daß zunächst jeder der 40 Millionen Kunden eine eigene OpenID erhält.

Dieser Schritt erzeugt OpenIDs in einer neuen, bisher nicht dagewesenen Qualität: Aufgrund der Tatsache, daß Orange aufgrund der bestehenden Geschäftsbeziehung zu seinen Kunden nicht nur deren physische Adresse, den Namen und viele andere Daten bis hin zur Bankverbindung weis, kann man davon ausgehen, daß über die OpenID tatsächlich zum ersten Mal auch eine reale Person eindeutig identifiziert werden kann.

Es kommt nun lediglich auf das Handling von Orange an, ob diese eine solche Personen-Verifikation auch für Drittanbieter unterstützen und dadurch eine völlig neue Qualität von Diensten eröffnen (z.B. bis hin zum Online-Shopping per OpenID). Es steht jedoch zu erwarten, daß solche Dienste bereits in Planung sind und den Usern nicht nur der vereinfachte Zugang zu OpenID-fähigen Sites eröffnet werden soll. Bereits heute wickeln Telcos für Sie lukrativ provisionierte Zusatzdienste über ihr eigenes Abrechnungssystem ab (Bsp.: Klingelton-Downloads werden über Handyrechnung mitabgebucht). Ähnliche Modelle sind z.B. auch beim Shopping über OpenID vorstellbar.